Markensteuerung auf Amazon ohne Verkäuferkonto: Verkäuferbeziehung mit Amazon indirekt steuern

Markensteuerung auf Amazon ohne Verkäuferkonto: Verkäuferbeziehung mit Amazon indirekt steuern

Hanna Meyer
Hanna Meyer

Die Optimierung einer Marke und der dazugehörigen Produkte auf Amazon ist wichtig, um die Sichtbarkeit zu steigern, die Performance zu verbessern und die eigene Marke auf Amazon ansehnlich darzustellen. Möchte der Markeninhaber aber keine Partnerschaft mit Amazon über das Vendor-Modell eingehen, gibt es dafür eine sinnvolle Alternative: Eine strategische Partnerschaft mit Agenturen, durch die es auch ohne eigenes Verkäuferkonto möglich ist, die eigene Marke auf Amazon zu steuern und Inhalte zu optimieren.

Gründe gegen ein eigenes Verkäuferkonto auf Amazon

Häufig sind es interne Strukturen und Prozesse, weshalb sich Marken gegen ein eigenes Verkäuferkonto auf Amazon entscheiden. Oft fehlt es dabei an fachlichem Know-how oder zuständigem Personal. Viele Unternehmen möchten außerdem die Konkurrenzsituation mit Handelspartnern vermeiden oder sind dem Irrglaube verfallen, dass die Handelspartner die Markendarstellung auf Amazon optimieren. Die strategische Partnerschaft mit einer Agentur kann die genannten Probleme beheben und die Markendarstellung auf Amazon optimieren.

Risiken für Marken ohne Verkäuferkonto auf Amazon

Wenn die eigene Marke nicht selbst gesteuert wird, übernehmen in der Regel die Händler und der Amazon-Algorithmus die Markenpräsenz. Was auf den ersten Blick attraktiv wirkt, kann fatale Folgen haben und das Image der Marke durch falsche Produktinformationen nachhaltig schädigen. Die Handelspartner übertragen schließlich die Informationen an Amazon, die sie selbst in ihren Katalogen oder Lagerbestandsdateien vorliegen haben. Verschiedene Händler besitzen aber häufig unterschiedliche oder unvollständige und fehlerhafte Informationen. Der Amazon-Algorithmus vermischt teilweise die Informationen der unterschiedlichen Händler und überträgt auch falsche Produktinformationen.

Nachteile für Marken ohne Verkäuferkonto auf Amazon

Ohne eigene Steuerung der Marke können die Produktseiten der eigenen Produkte minderwertig sein – falsche Bilder, ungenaue und fehlerhafte Beschreibungen oder Produktdaten sowie wie falsche Mengenangaben oder veraltete Anleitungen können das Vertrauen in die Marke langfristig beschädigen.

Existieren keine Variantenfamilien, ist für Kunden nicht direkt erkennbar, ob das Produkt auch in anderen Mengen, Farben oder Größen erhältlich ist, und sie springen zur Konkurrenz mit optimierter Markensteuerung und besser dargestellter Varianten ab. Sobald ein Händler Produkte mit falscher Schreibweise des Markennamens veröffentlicht, werden die Produkte nicht mit dem Amazon Brandstore verknüpft – falls ohne eigene Markensteuerung überhaupt ein Brandstore existiert.

Durch eine falsche Kategorisierung der Produkte oder keine bzw. schlechte Werbung (Händler haben im Vergleich zum Markeninhaber nur eine beschränkte Anzahl an Werbemöglichkeiten) haben die Produkte einer Marke nur eine sehr geringe Sichtbarkeit, sodass die Marke im Amazon-Ranking zurückfällt und Konkurrenten mit gezielter Werbung leicht vorbeiziehen können. Das Ergebnis: Die Konkurrenz ist auf Amazon deutlich sichtbarer als die eigene Marke, obwohl sie außerhalb von Amazon nur wenig Relevanz besitzt.

Markensteuerung auf Amazon ohne Verkäuferkonto in vier Schritten

Schritt 1: Brand Registry-Konto

Auch ohne eigenes Verkäuferkonto kann ein Konto in der Amazon Brand Registry mithilfe von Daten wie der Nummer vom DPMA durch den Markeninhaber erstellt werden. Anschließend können über den Markenregistrierungs-Support Berechtigungen zur Markenvertretung hinterlegt werden (Administrator, Rechteinhaber oder registrierter Vertreter). Hierdurch kann ein Brand Manager-Konto für Agenturen erstellt werden, die sich um die Markensteuerung auf Amazon ohne Verkäuferkonto kümmern können. Hersteller können auch ein Konto für Handelspartner erstellen, sollten hier aber sicherstellen, dass der jeweilige Handelspartner auch das fachliche Know-how zur Markensteuerung auf Amazon besitzt.

Schritt 2: Partner zur Verwaltung von Markeninhalten

Markeninhalte können durch einen Brand Manager-Account verwaltet werden. Ein Brand Manager benötigt eine besondere Expertise in den Bereichen Amazon SEO, Amazon Produktbilder, Amazon Produktdaten, Amazon Markenshops und Amazon Werbung. Ein Brand Manager-Account kann z. B. für Agenturen oder Händler, mit denen eine besondere Partnerschaft besteht, erstellt werden.

Schritt 3: Partner für Verfügbarkeit

Für eine Markensteuerung auf Amazon ohne Verkäuferkonto ist es notwendig, dass Händler die Angebote aktivieren und die Produkte zum Kauf auf Amazon anbieten. Die Händler kümmern sich dann auch um den Lagerbestand und den Versand. Hier kann zwischen einem Versand über ein eigenes Lager des Händlers oder mit FBA über ein Logistikzentrum von Amazon gewählt werden. Bei der Wahl von FBA kümmert sich Amazon um den Kundenservice (Produktfragen, Fragen zum Versand, Retouren).

Schritt 4: Software für Analyse und Monitoring nutzen

Besitzen Marken kein eigenes Verkäuferkonto auf Amazon, können sie mit entsprechender Software wie ROPT® die Händler, Preise, Produkte und die Markendarstellung auf Amazon überwachen und die Vorteile von Marktanalysen nutzen.

Die wichtigsten Tipps zur Markensteuerung auf Amazon ohne Verkäuferkonto erklärt Florian auf unserem MOVESELL YouTube-Kanal:

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Markensteuerung auf Amazon – ohne Verkäuferkonto

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Hanna Meyer

MOVESELL GmbH
Hanna Meyer schreibt als Key-Account Managerin bei MOVESELL über die Themen Tools, Advertising & SEO auf Amazon.

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