Amazon Portfolios für gesponserte Anzeigen (PPC) erfolgreich nutzen – Funktionsweise, Strategien & Tipps

Amazon Portfolios für gesponserte Anzeigen (PPC) erfolgreich nutzen – Funktionsweise, Strategien & Tipps

Hanna Meyer
Hanna Meyer

Wer anfängt, in der Amazon Advertising-Konsole Kampagnen anzulegen, wird schnell auf das Problem stoßen, dass eine steigende Anzahl an Kampagnen zu immer weniger Übersicht führt. Die Steuerung der Kampagnen und die manuelle Überprüfung von Zielwerten gestaltet sich so zunehmend schwierig. Eine perfekte Lösung bietet Amazon selbst: Amazon Portfolios für gesponserte Anzeigen.

Was sind Amazon Portfolios für gesponserte Anzeigen?

Kampagnen-Portfolios sind dazu da, um Amazon-Kampagnen zu gruppieren. Die Gruppierung hat den Vorteil, dass eine gebündelte Auswertung und Steuerung der Kampagnen problemlos möglich sind. So können mit sehr geringem Aufwand Portfolios für bestimme Events (z.B. Weihnachten, Valentinstag, Ostern oder Prime Day) erstellt oder für jedes erstellte Portfolio eine individuelle Budgetgrenze festgelegt werden.

Jede Kampagne kann genau einem Portfolio zugeordnet werden, wobei Amazon die Verschiebung von Kampagnen zwischen Portfolios jederzeit ermöglicht. Für jedes Werbekonto können bis zu 100 verschiedene Portfolios angelegt werden. Ihr könnt die Amazon Portfolios für gesponserte Anzeigen entweder innerhalb des Amazon-Werbemanagers oder durch den Import von Bulk-Dateien vornehmen.

Benennung von Amazon Portfolios für gesponserte Anzeigen

Eine strukturierte Benennung von Portfolios ist sehr wichtig, da keine individuelle Sortierung (Reihenfolge) möglich ist. Amazon sortiert die Kampagnen in der Werbekonsole automatisch von 0 – 9, dann von A – Z. Eine nachträgliche Namensänderung von Portfolios ist aber problemlos möglich. Wir empfehlen euch deshalb, eine Logik zu entwickeln und die automatische Sortierung zu nutzen.

Amazon sortiert die Kampagnen-Portfolios automatisch von 0-9, dann von A-Z

Amazon Portfolios für gesponserte Anzeigen: Budgets zuweisen

Wir empfehlen euch drei verschiedene Strategien, wie ihr den Amazon Portfolios für gesponserte Anzeigen Budgets zuweisen könnt.

Keine Budgetgrenze:

Wenn ihr dem Portfolio keine Budgetgrenze zuweist, so steuern ausschließlich die Budgetgrenzen der einzelnen Kampagnen das Budget.

Zeitraum:

Die Portfolio-Einstellungen ermöglichen es, Budgets für einen bestimmten Zeitraum einzustellen. So könnt ihr beispielswiese ein Budget festlegen, dass nur für die Vorweihnachtszeit gilt. Ist der eingestellte Zeitraum oder das Budget überschritten, werden die Kampagnen gestoppt. Zum erneuten Starten der Kampagnen in diesem Portfolio müsst ihr einen neuen Zeitraum oder ein neues Budget einstellen. Eine nachträgliche Änderung der Budgetgrenze und des Zeitraums ist immer möglich.

Wiederkehrend monatlich:

Die monatliche Budgetvorgabe eignet sich vor allem für Kampagnen-Portfolios, die das gesamte Jahr oder über mehrere Monate ausgespielt werden sollen. Die Kampagnen laufen so lange bis das Monatsbudget abgelaufen ist. Zum nächsten Monat erneuert sich das Budget und die Kampagnen werden wieder ausgespielt.

Portfolio-Strategien

Es gibt verschiedene Strategien, wie ihr die Kampagnen auf die Amazon Portfolios für gesponserte Anzeigen aufteilen könnt. Welche Strategie ihr wählt, hängt von euren Kampagnen und eurem Produktkatalog ab.

Nach Kampagnen-Strategie:

Falls ihr defensive und offensive Kampagnen erstellt, kann es mitunter sinnvoll sein, die Kampagnen nach diesen Kampagnen-Strategien auf die Portfolios aufzuteilen. Dies ist ebenfalls zu empfehlen, wenn ihr beispielsweise Kampagnen zum Lagerabverkauf, zum Produktlaunch oder zur Keyword-Recherche verwendet.

Nach Saison:

Habt ihr Produkte oder Kampagnen, die bestimmte Saisons (z.B. Frühling, Sommer, Herbst und Winter) betreffen, ist eine saisonale Aufteilung sinnvoll. Hierdurch wird vor allem der Umstieg zwischen zwei Saisons sehr erleichtert.

Nach Event:

Falls ihr zum Prime-Day, zu Weihnachten oder zu weiteren Events wie dem Muttertag, dem Valentinstag oder zu Ostern Kampagnen schalten möchtet, empfiehlt es sich Kampagnen-Portfolios für die entsprechenden Events anzulegen. So erhaltet ihr schnell einen Überblick über den Erfolg eurer eventbezogenen Kampagnen.

Nach Produktbereich:

Wenn ihr verschiedene Produktbereiche (z.B. Jeans, Jacken, Pullover) bewerbt, kann euch die Aufteilung der Amazon Portfolios für gesponserte Anzeigen nach Produktbereich dabei helfen, den Erfolg der einzelnen Bereiche schneller und genauer zu identifizieren.

Nach Marke:

Da unterschiedliche Marken oft unterschiedliche Strategien verfolgen, ist es sehr sinnvoll, bei der Bewerbung verschiedener Marken verschiedene Portfolios anzulegen. So könnt ihr Marke X viel besser mit Marke Y vergleichen und für jede Marke individuelle Budgetvorgaben einstellen.

Nach Profitabilitätszielen:

Auch für unterschiedliche Profitabilitätsziele ist es hilfreich, verschiedene Portfolios anzulegen. So könnt ihr beispielsweise Kampagnen mit unterschiedlichem Ziel-ACoS besser voneinander abgrenzen und negative Entwicklungen schneller erkennen und stoppen.

Amazon Portfolios für gesponserte Anzeigen: So lassen sich häufige Fehler vermeiden!

Der häufigste Fehler beim Portfolio-Management ist es, wenn ihr Kampagnen gar keinem Portfolio zugeordnet habt. So könnt ihr die Kampagnen ohne Portfolio identifizieren:

  • Klickt auf „Alle Kampagnen“
  • Klickt auf „Filtern nach“
  • Klickt auf „Portfolios“
  • Wählt „Kein Portfolio“ aus
  • Klickt auf „Anwenden“

Aber auch ein falsch gesetztes Enddatum oder ein zu geringes Portfolio-Budget sind häufige Fehler, da sie schnell mehrere Kampagnen sofort stoppen können.

Die wichtigsten Tipps für eure Amazon Portfolios für gesponserte Anzeigen erklärt euch Florian auch auf unserem YouTube-Kanal:

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Hanna Meyer

MOVESELL GmbH
Hanna Meyer schreibt als Key-Account Managerin bei MOVESELL über die Themen Tools, Advertising & SEO auf Amazon.

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